Es war einmal ein Copy-Test…

10 01 2010

Aufgabe war es, eine Anekdote bzw. eine charakteristische Begebenheit aus meinem Leben zu beschreiben. Ich hielt einfach den Moment fest, in dem ich den Copy-Test für meinen späteren Arbeitgeber verfasste.

“…ich lausche dem herüberschwappenden Lärm der Studentenparty von nebenan und lenke meine Gedanken hinaus in die Nacht. Schwüle macht die Luft klebrig. Seit Tagen setze ich mich jeden Abend nun nach getaner Arbeit für zwei Stunden an den Schreibtisch und versuche nachzuweisen, was gemeinhin als „fachliche Fähigkeiten“ bezeichnet wird. Dabei ertappe ich mich bei dem Gedanken, wie jemand eben jene Zeilen hier liest, anschließend bewertet und eine Entscheidung darüber trifft, ob sich die Einladung zu einem persönlichen Gespräch überhaupt lohnt!? Vielleicht spielt er beim Lesen gelangweilt an einer Haarsträhne und kaut auf seinen ohnehin zu kurz geratenen Fingernägeln herum? Die Chance dann noch dem virtuellen Papierkorb zu entgehen, sind denkbar gering. Oder aber er ist begeistert und erkennt auf den ersten Blick, da war jemand mit Herzblut am Werk. Dann greift er vielleicht zum Telefon, ruft mich auf meinem Multobil an, fragt nach Handys am Stiel und Kartoffelchips auf Diät und zaubert mir Lachfalten ins Gesicht. Schön wär’s. Heute werde ich den Laptop zuschlagen und mir nur noch eine Frage stellen…was wären virtuelle weiße Blätter wohl ohne den schwarzen Pixel?”





Das kann ja “Eiter” werden…

5 07 2009

Ich weiß, sowas gehört eigentlich nicht in den Blog eines meist melancholisch über die Welt grübelnden Menschen, aber ich muss es dennoch los werden, denn ich glaube, dass es sich auf kurz oder lang immer rächt, wenn man zuviel arbeitet.

Scheinbar hab ich mich bei 3 Wochen in Folge mit jeweils 50 Std. Arbeit etwas übernommen, jedenfalls habe ich nun an meinem Ellenbogen eine Tennisballgroße Murmel und weiß nicht, was es sein könnte. Die Ausgeburt des Teufels? Meine nach außen drängende Schlechtigkeit? Oder doch einfach nur ein entzündetes Gelenk, wie der Arzt sicher diagnostizieren wird.

Nunja…wir hatten die Diskussion ja bereits am Wochenende. Das Problem der heutigen Gesellschaft ist nicht, dass zu viel Arbeit verrichtet wird. Das Problem ist vielmehr, dass im Gegensatz zu früher, wo die Menschen viel härter und körperlich belastendere Arbeit verrichteten, sie heutzutage schlichtweg nicht mehr einfach am Wochenende ablegen können. Die schwere Last, die Opa im Stall abstellte, schleppen wir im Kopf mit ins Wochenende und hängen unter- wie auch bewusst ständig unseren Gedanken nach, die ja aufgrund des digitalen Zeitalters nur schwer trennbar sind von unserem Geist. Die Folge sind Burnoutsyndrom und stetig währender Leistungsdruck, der auch in der Freizeit nur erschwert unterdrückt werden kann. Wir werden ständig und immer öfter wegen unserer Arbeit krank, wie will man da von lebenserfüllender Berufung überhaupt sprechen? Was ich sagen will ist, dass Opa und Oma also tatsächlich besser und glücklicher gelebt zu haben scheinen. Allein schon aus dem Grund, dass sie zumeist die Last ihres Arbeitsalltags ganz einfach von ihren Schultern heben und auf dem Boden vor sich abstellen konnten.





Und morgen fahren wir nach Cannes!

18 05 2009


http://www.youtube.com/watch?v=1KA9IxSsemY

Klickt mit und bringt uns nach Cannes





Polarbear goes Copenhagen – Stop Global Warming

17 05 2009

CIMG0379Freitag Abend war der große Moment gekommen, als auf www.youtube.de/canneslions das Briefing für ein zu produzierendes Viral veröffentlicht wurde. Ziel ist es, auf die globale Erderwärmung aufmerksam zu machen und hierfür ein Viral zu entwickeln, das Menschen in aller Welt dazu animiert, etwas gegen die drohende Klimakatastrophe im Jahr 2050 zu tun.

CIMG0365

Stundenlang lagen wir wach, ließen unsere Köpfe rauchen, schliefen wenig,

verfolgten Ideen, verwarfen sie wieder und schrieben jene nieder, die Potential für den großen Wurf besaßen. Letztendlich war es die Vorstellung, einen Eisbären durch die Münchner Innenstadt laufen zu lassen, die uns

inspirierte, überzeugte und uns ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Ganze 80,- Euro Kostümleihgebühr opferten wir für unseren Spaß, der uns am Ende nach Cannes, auf das größte Kreativfestival der Werbeindustrie führen soll.

In nur 48 Stunden müssen wir also Filmmaterial beschaffen, mit dem wir einen 30-60 Sekunden Viral erstellen, der am Ende auf Youtube hochgeladen unsere EIntrittskarte darstellen könnte. Ich bin gespannt, jetzt wird erst einmal das Video geschnitten…da wartet viel Arbeit und eine weitere Nacht mit sehr wenig Schlaf.








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