Aufgabe war es, eine Anekdote bzw. eine charakteristische Begebenheit aus meinem Leben zu beschreiben. Ich hielt einfach den Moment fest, in dem ich den Copy-Test für meinen späteren Arbeitgeber verfasste.
“…ich lausche dem herüberschwappenden Lärm der Studentenparty von nebenan und lenke meine Gedanken hinaus in die Nacht. Schwüle macht die Luft klebrig. Seit Tagen setze ich mich jeden Abend nun nach getaner Arbeit für zwei Stunden an den Schreibtisch und versuche nachzuweisen, was gemeinhin als „fachliche Fähigkeiten“ bezeichnet wird. Dabei ertappe ich mich bei dem Gedanken, wie jemand eben jene Zeilen hier liest, anschließend bewertet und eine Entscheidung darüber trifft, ob sich die Einladung zu einem persönlichen Gespräch überhaupt lohnt!? Vielleicht spielt er beim Lesen gelangweilt an einer Haarsträhne und kaut auf seinen ohnehin zu kurz geratenen Fingernägeln herum? Die Chance dann noch dem virtuellen Papierkorb zu entgehen, sind denkbar gering. Oder aber er ist begeistert und erkennt auf den ersten Blick, da war jemand mit Herzblut am Werk. Dann greift er vielleicht zum Telefon, ruft mich auf meinem Multobil an, fragt nach Handys am Stiel und Kartoffelchips auf Diät und zaubert mir Lachfalten ins Gesicht. Schön wär’s. Heute werde ich den Laptop zuschlagen und mir nur noch eine Frage stellen…was wären virtuelle weiße Blätter wohl ohne den schwarzen Pixel?”
Freitag Abend war der große Moment gekommen, als auf www.youtube.de/canneslions das Briefing für ein zu produzierendes Viral veröffentlicht wurde. Ziel ist es, auf die globale Erderwärmung aufmerksam zu machen und hierfür ein Viral zu entwickeln, das Menschen in aller Welt dazu animiert, etwas gegen die drohende Klimakatastrophe im Jahr 2050 zu tun.