Wer sportlich lebt, lebt sein Leben bewusster!

1 09 2009

Manche bezeichnen mich als sportfanatisch, aber ich glaube, dass das völlig übertrieben ist. Wenn ich mein Pensum an Aktivitäten mit dem Anderer vergleiche, dann müsste ich mich eigentlich verstecken. Aber eines ist mir mittlerweile klar geworden: Wer sportlich lebt bzw. viel Zeit im Freien verbringt, lebt sein Leben bewusster.

Wie ich zu dieser gewagten Theorie komme? Ich möchte behaupten, dass man auf einem Berg stehend und ein Panorama genießend schon irgendwie mehr das Leben in seinen kleinen Essenzen wahrnimmt, als wenn man eine Bierflasche haltend auf einer verrauchten Party steht. Nun mögen die einen sagen, dass jeder auf seine eigene Art und Weise das Leben genießt. Das mag ich auch gar nicht bestreiten, aber ich finde es schon irgendwie schade, dass sich so viele Menschen der schönen Dinge und Erlebnisse entsagen.

Sonnen bei -15 Grad

Sonnen bei -15 Grad

Schon allein so ein  Sonnenaufgang in den Bergen ist  etwas ganz besonderes. Wenn sich die Sonne in aller Herrgottsfrühe über den Horizont schiebt, die Wolkendecke über dem Tal liegt und die Bergspitzen scheinbar darauf schwimmen, dann weiß ich, dass ich lebe. Oder das geniale Gefühl, einen Gipfel nach langem und schweißtreibenden Aufstieg zu erreichen, das macht doch das Leben aus. Wenn man dann zig Meter in die Tiefe oder unendlich weit in die Ferne blicken kann, dann weiß man wie klein und unbedeutend man für die Welt an sich ist. Eigentlich deprimierend, aber man erfährt dort oben auch, wie schön es doch ist, auf diesem Flecken Erde leben zu dürfen.

Ich würde mir wünschen, dass die Menschen öfter draußen unterwegs sind. Nicht unbedingt unter dem Vorsatz sich sportlich zu bewegen, sondern vielmehr, um ihre Umwelt bewusster wahrzunehmen. Denn erst dort begreifen sie, wie jeder einzelne seinen Anteil daran hat, die Welt grundlegend zu verändern. Jeder Mensch, der einmal den Zauber der Berge und der Natur für sich entdeckt hat, denkt anschließend etwas anders über Verschwendung und das Leben auf Kosten anderer nach.

Dreitorspitze (bei Garmisch)

Dreitorspitze (bei Garmisch)





Kleinod der Ruhe

13 07 2009

Es gibt diese ganz besonderen Momente, in denen man auf einem Balkon sitzt und einfach nur den Schwalben lauscht, wie sie kreischend durch die Lüfte stürzen und der Wind leise Geschichten in die Blätter säuselt. In solchen Augenblicken kommt man auch in einer Großstadt wie München zur  Ruhe. Weil man dank des Balkons, der zum Innenhof zeigt, den Rest der “Metropole” sprichwörtlich hinter sich lassen kann. Man sperrt all den Lärm des Alltags, der Autos und der Menschen hinter eine dicke Mauer, zeiht sich in sein kleines Reich Wohnung zurück und öffnet zur entgegen gesetzten Seite eine Tür zum Kleinod der Stille.

Vor sich ein Glas Wein, ein Teelicht spendet sanftes Licht und der Wind als ruhiger Begleiter.  In den erleuchteten Fenstern  ringsherum kann man die Nachbarn dabei beobachten, wie sie ihr Abendbrot zubereiten, ihren Liebsten vom Tage berichten, sich streiten oder sich glücklich in den Armen liegen. Auf einigen Balkonen zeugen kleine Lichtpunkte von geselligen Runden und schallendes Gelächter zieht herüber. Leise klingen gedämpfte Töne aus angekippten Fenstern. Allmählich bettet sich auch die Nacht mit tiefschwarzem Dunkel in den Innenhof hinein und verströmt eine spürbare Ruhe. Zeit, um Luft zu holen für den nächsten Tag.





Morgen ist heute schon wieder gestern!

27 05 2009

Was morgen sein wird, wissen wir erst Morgen. Was gestern gewesen sein wird, werden wir auch immer erst am Tag danach erfahren. Und was Übermorgen war, wird uns Überübermorgen zur Erkenntnis. Wir werden uns also gedulden müssen, um zu erfahren, was uns in Zukunft wohl erwarten wird. Durchhalten ist die Devise.





Entscheidungswege

6 05 2009

Manche Wege führen manchmal an einer Gabelung vorbei und zwingen eine Entscheidung zu fällen, rechts oder links!? Wenn man ewig dort stehen bleibt und nicht weitergeht, wird man am Ende nie ans Ziel kommen. Manche drehen sogar um, weil sie die Entscheidung nicht fällen wollen bzw. können oder folgen instinktiv anderen Menschen, die zielgerichtet und selbstbewusst einen der beiden Wege wählen. Nur wer sich gar nicht weiterbewegt, wird es am Ende mit Sicherheit bereuen. Denn all das, was ihn dort erwartet hätte, wird er durch sein Ausharren niemals in Erfahrung bringen können.





Als Pessimist geradewegs ins Glück

5 05 2009

Alle reden immer davon, dass man optimistisch in die Zukunft blicken sollte. Ahja!? Aber kann man da eigentlich nicht nur enttäuscht werden? Schließlich ist Optimismus irgendwie auch nur einen kleinen Schritt von großer Erwartung entfernt, oder?

Und was ist, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden?
Richtig! Resignation vorprogrammiert.

Ich bin lieber Pessimist oder sagen wir ein realistischer Pessimist, der immer vom Schlimmsten ausgeht und nichts erwartet. Bin ich damit automatisch prädestiniert für Depressionen? Gar nicht! Denn wenn man nun bedenkt, dass Pessimismus nur einen kleinen Schritt von großen Enttäuschungen entfernt ist, dann kann ein Pessimist im Grunde genommen nur positiv überrascht werden.

Ergo!? Wenn man vom Schlimmsten ausgeht, kann es ja schließlich nur noch besser werden! Denkt mal drüber nach! :)








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